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Was passiert im Krankheitsfall? 

Nicht nur auf Reisen ein besonders wichtiges Thema: die Gesundheit.

Gerade wenn wir jung und gesund sein, wird dieses wichtige Thema gerne vernachlässigt. Doch wenn doch Mal eine Krankheit auftritt, ein Notfall entsteht oder wir einen Unfall erleiden, möchten wir auch im Ausland beruhigt zum Arzt gehen, ohne Angst vor den Kosten zu haben.

Bei normalen Urlaubsreisen, genügt in der Regel eine normale Auslandreisekrankenversicherung, die es als Jahrespolice ab ca. 10 EUR pro Person gibt. Häufig ist dieser Schutz auch bei Kreditkarten bereits enthalten. Jedoch sind diese günstigen Policen nur auf kurze Urlaubsreisen ausgelegt, meistens sechs, manchmal auch maximal acht Wochen. Wichtig hierbei ist zu sagen, dass nicht die ersten sechs Wochen einer Reise versichert sind, sondern die Gesamtreise nicht länger dauern darf!

Somit muss man sich als Langzeitreisender zwingend mit den Themen beschäftigen, was man mit seiner Krankenkasse/Krankenversicherung Zuhause macht, und wie man sich für das Ausland absichert.

Schutz in Deutschland

 

Pflichtversicherte in gesetzlichen Krankenkassen

Janina hat als Mitglied bei der Techniker Krankenkasse Bescheid gegeben, dass wir Europa für längere Zeit verlassen und wir hierfür eine Auslandreisekrankenversicherung abgeschlossen haben. Außerhalb von Europa erbringt die gesetzliche Krankenkasse ohnehin keine Leistung und somit ruht für die Zeit der Abwesenheit die Mitgliedschaft. Ein Beitrag ist hier nicht zu bezahlen. Wir haben auch von anderen Reisenden, die Mitglieder bei anderen Kassen sind gehört, dass dies meistens problemlos funktioniert. 

Da bei Rückkehr wieder die Versicherungspflicht eintritt, wird sie bei der Techniker Krankenkasse wieder aufgenommen.

Versicherte bei privaten Krankenversicherung

Marco ist bei der UKV privat krankenversichert. Auch hier war es möglich, für die Zeit der Reise das Versicherungsverhältnis "ruhen" zu lassen, bzw. in eine Anwartschaft umzustellen. Die Kriterien, damit dies klappt, können bei den unterschiedlichen Versicherern verschieden sein.

Bei der UKV sahen die Voraussetzungen zum Beispiel so aus:

  • Auslandsaufenthalt von mehr als zwei Monaten

  • Nachweis langfristig geplanter Aufenthalt außerhalb Deutschlands​ (Flugtickets, Beendigung Arbeitsvertrag, Untermietvertrag, etc.)

Bei Privatversicherten muss zwingend eine Anwartschaft abgeschlossen werden, da es hier anders als bei gesetzlichen Krankenkassen eine Gesundheitsprüfung gibt. Durch die Anwartschaft wird sichergestellt, dass keine neue Gesundheitsprüfung nach der Reise durchgeführt wird. Hierbei wird der alte Gesundheitszustand "eingefroren". Somit sind auch eventuell während der Reise neu auftretende Krankheiten, später mitversichert.

Man kann sich zwischen der großen und der kleinen Anwartschaft entscheiden.

Die kleine Anwartschaft sichert lediglich den Wiedereintritt ohne erneute Gesundheitsfragen. Beim Wiedereintritt wird man mit dem dann neuen Alter versichert, was unter Umstände deutlich höhere Beiträge bedeutet.

Bei der großen Anwartschaft wird das ursprüngliche Eintrittsalter gesichert, es werden außerdem weiter Altersrückstellungen gebildet. Hierdurch sichert man sich die alten, günstigeren Beiträge.

Die Beitragsdifferenz zwischen den beiden Anwartschaften lag bei Marco bei ca. 150 EUR monatlich. Da er plant, nach Reiserückkehr wieder privat versichert zu sein und hoffentlich noch ein langes Leben bevorsteht, ist der Mehrpreis gut investiert, da es sich bereits in ein paar Jahren auszahlt! 

Welche Anwartschaft Sinn macht, hängt allerdings sehr stark von der individuellen Situation ab, daher kann hier keinesfalls eine pauschale Empfehlung getroffen werden!

Letzte Änderung: Januar 2017