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August 18, 2018

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Dschungelleben im Bako Nationalpark auf Borneo

17 Sep 2017

Zwei Nächte verbrachten wir mitten im Dschungel, umgeben von wunderschöner Natur und vielen außergewöhnlichen Tieren…

Es war aber nicht irgendein Dschungel, sondern der Bako Nationalpark auf Borneo.

 

 

Bekannt ist der Nationalpark hauptsächlich wegen einer seiner ganz bestimmten Bewohnern – den Nasenaffen. Hast du schon einmal von diesen Affen gehört? Wenn nicht, kannst du auf dem folgenden Bild ganz genau erkennen, warum sie so heißen ;-)

 

 

Aber der Park bietet noch so viel mehr:

 

Von einer stürmischen Bootsfahrt,

 

 

über wunderschöne Trekkingstrecken

 

 

und außergewöhnlichen Tieren

 

 

bis hin zu einsamen Stränden

 

 

und einem romantischen Sonnenuntergang, findest du hier wirklich alles!

 

 

Der Nationalpark gehört auf jeden Fall zu unseren Highlights auf Borneo!

 

Unsere wichtigsten Infos, Tipps und Eindrücke, tolle Fotos und wie du auch das volle Dschungelleben genießen kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

 

Der Park liegt ca. 21 km von Kuching entfernt und gilt als der beliebteste Nationalpark in dieser Region. Insgesamt hat er eine Fläche von 27 Quadratkilometer.

 

Wir waren nicht mal richtig angekommen, lief uns im Camp bereits das erste Tier über den Weg. Ein Bartschwein, ähnlich wie die Warzenschweine, die wir bereits aus Südafrika kannten.

 

  

Ohne sich von den Menschen um sich herum beeindrucken zu lassen, wühlte es sich in aller Ruhe durch die Erde, auf der Suche nach etwas Essbaren.

 

Wir packten unsere Rucksäcke mit den wichtigsten Dingen und machten uns bereit für unseren ersten Trail, und das natürlich ohne Guide. Denn schon der Taxifahrer in Kuching sagte uns, dass wir keinen brauchen werden, die Trails sind alle gut ausgeschildert, verlaufen kann man sich hier nicht.

 

 

Kurz bevor es in den Dschungel geht, läuft man auf einem Steg über ein Sumpfgebiet, in dem diese lustigen Krebse zu Hause sind. Das Besondere ist, dass diese Krebse alle nur eine Schere haben.

 

 

Die Natur im Bako Nationalpark ist wirklich sehr vielfältig. Abgesehen von den unendlich vielen und unterschiedlichen Pflanzen dort, gingen wir über Trampelpfade und Holzbrücken, entlang an kleinen Pfützen und kletterten über Felsen und Baumstämme. Viele fleischfressende Pflanzen konnten wir auch entdecken...

 

 

Unser Ziel war ein Wasserfall mit Naturpool, an dem wir eine kleine Pause einlegen wollten.

 

 

Angekommen, haben wir im Wasser eine sehr interessierte Wasserschildkröte beobachten können.

 

 

Nur schwimmen wollten wir dort nicht, da das Wasser doch etwas ungewöhnlich braun aussah.

 

Nach kurzer Rast, führte uns der Trail weiter in den Dschungel. Schon nach ein paar Metern konnten wir durch die dichten Pflanzen erahnen, wo der Weg enden wird…

 

 

Wir kletterten die Felsen hinab und standen auf einmal auf einem super schönen und einsamen Sandstrand am Meer, umgeben von Dschungel und einfach nur grüner Natur. Der Anblick war wahnsinnig schön! Wir kamen uns vor, als wären wir gerade gestrandet und komplett alleine auf dieser Insel.

 

 

Nur baden durfte man nicht, da hier Salzwasserkrokodile heimisch sind.

 

Nun war es schon später Nachmittag und wir machten uns auf den Rückweg, denn bis 17:00 Uhr mussten wir an der Rezeption den Schlüssel unserer Unterkunft abholen.

Leider konnten wir auf diesem Pfad keine Tiere entdecken.

 

…dachten wir zumindest…


Angekommen im Camp, konnten wir schon von weitem einige Leute sehen, die neugierig nach oben in einen Baum blickten. Wir waren uns sicher, da wird etwas Spannendes im Baum sitzen – vielleicht ein Nasenaffe? 

 

Und tatsächlich!

 

 

In den Bäumen im Camp, saßen mehrere Nasenaffen. Ein toller Anblick! Wir konnten sie wirklich lange beobachten, allerdings sind sie sehr scheu und nicht ganz so neugierig wie ihre Artgenossen…

 

Diese Affen sehen wirklich sehr lustig aus – eine dicke Knolle im Gesicht und zudem einen Bierbauch!

 

Das war wirklich ein schöner Abschluss unseres heutigen Tages! Wobei es wohl nicht das letzte Highlight war, denn abends stand noch unsere Nachtwanderung auf dem Plan!

 

 

Nachtwanderung - solltest du auf keinen Fall verpassen!

 

Um 20:00 findet jeden Tag eine Nachtwanderung statt. Die Nachtwanderung kostet 10 RM pro Person, dauert ca. 1,5 Stunden und ist unbedingt zu empfehlen!

Möchtest du dabei sein, komme einfach kurz vorher an die Rezeption. Vergiss deine Taschenlampe nicht!

 

Nach einer kurzen Erklärung geht es auch schon los. Wir hatten eine relativ große Gruppe mit drei Guides.

Es war unglaublich, wie schnell und gezielt sie die Tiere entdeckten. Wir sind gerade aus dem Hauptgebäude rausgelaufen, da konnten wir schon die erste Schlange bestaunen – eine grüne Viper!

 

Es war schon ein wenig aufregend und unheimlich im Dunklen mitten im Dschungel! Es war nämlich stockdunkel, bis auf unserer Taschenlampen konnte man kein Licht erkennen. An einem kurzen Stopp, sollten wir alle unsere Lampen ausschalten und ganz still sein! Das war unglaublich was für ein Geräuschpegel der Insekten und anderen Tieren im Dschungel herrscht. Der Guide zeigte uns sogar einen Ast und Blätter die im Dunkeln ein wenig leuchten.

 

Während der Wanderung haben wir noch folgende Tiere entdeckt, oder besser gesagt die Guides haben sie für uns entdeckt ;-)

Viele der Tiere befanden sich im Camp oder in der Nähe des Camps! Tagsüber konnten wir aber keines der Tiere wiederfinden, sie waren wohl wirklich alle nur nachtaktiv und vor allem so gut getarnt, dass sie für uns nicht erkennbar sind.

 

 

Anfahrt

 

Die Anfahrt ist ganz einfach, nimmt ein bisschen Zeit in Anspruch, aber macht wirklich auch sehr viel Spaß! Von Kuching aus fahren täglich mehrmals Busse zum Nationalpark. Den richtigen Bus erkennst du an der Busnummer 1 und der Farbe „Rot“. Der Bus startet jede volle Stunde ab 06:00 Uhr in der Straße Jalan Khoo Hun Yeang, gegenüber von einem Foodcourt, in der Nähe der Moschee und der Indian Street.

 

Die Fahrt dauert ca. 50 Minuten und du wirst direkt vor dem Eingang des Nationalparks herausgelassen. Pro Person kostet die Fahrt 3,50 RM.

 

 

Am Eingang…

 

… kaufst du deine Eintrittskarte, besorgst dir ein Ticket für die Bootsfahrt und bezahlst deine Übernachtung. Klingt viel, ist aber alles schnell erledigt und kein großer Aufwand.

 

Der Eintritt in den Park kostet 20 RM pro Person. Das Ticket gilt für deinen kompletten Aufenthalt im Park, egal wie lange du dortbleibst.

Übernachtest du im Park – was wir dir auf jeden Fall empfehlen würden - bezahlst du die Unterkunft hier direkt vor Ort. Du brauchst deine Reservierungsbestätigung und deinen Reisepass. Die Reservierungsbestätigung der Unterkunft bekommst du übrigens, nach Onlinebuchung, per Mail geschickt. Unterkünfte kannst du hier buchen!

 

Natürlich kannst du auch nur einen Tagesausflug in den Bako Nationalpark unternehmen, jedoch ist die Zeit hierfür sehr knapp!

 

Obwohl der Park auf einer Halbinsel liegt, kann er nur über das Wasser erreicht werden. Daher benötigst du noch ein Ticket für ein Boot. Du kaufst dein Ticket für die Hin- und Rückfahrt. Pro Fahrt kostet es dich 20 RM.

Alternativ kannst du auch ein privates Boot für 100 RM nehmen, dieses bietet allerdings auch nur für maximal vier Besucher Platz, ist also auch in einer Gruppe nicht günstiger. Auf das normale Boot passen ca. 10-12 Personen.

Es gibt einige Boote, daher musst du nicht lange warten.

 

Jetzt ist alles Organisatorische erledigt und es geht samt Gepäck ab aufs Boot! Ab jetzt solltest du dein Gepäck gut festhalten sowie die Kamera bereithalten.

Am Anfang ist die Bootsfahrt noch ziemlich entspannt, da es über den Fluss durch ein Wohngebiet geht. Auf offener See gibt der Kapitän Gas und es wird laut und schnell! Aber es macht so viel Spaß!

 

 

Je mehr man sich dem Park nähert, umso mehr kann man schon erahnen wie schön es dort ist.

 

 

Noch schöner wird es, wenn man an dem einsamen Strand aus dem Boot steigt und vor sich einfach nur Dschungel sieht!

 

 

Je nachdem, ob du bei Ebbe oder Flut ankommst, wirft dich das Boot im seichten Wasser direkt am Strand ab, oder an der offiziellen Bootsanlegestelle.

 

 

 

Unterkunft

 

Als erstes haben wir eingecheckt. An der Rezeption hinterlegst du 10 RM als Pfand, die du bei Schlüsselrückgabe wieder zurückerhältst. Wenn du morgens ankommst, sind die Zimmer wahrscheinlich noch nicht frei, aber man kann sein Gepäck an der Rezeption lagern und den Schlüssel später abholen. So kann man bereits nach Ankunft den ersten Trail laufen.

Wir haben uns für zwei Nächte im Bako Nationalpark entschieden, und es wurde uns definitiv nicht langweilig.

 

Im Park gibt es verschiedene Unterkünfte in verschiedenen Preisklassen. Die günstigste Alternative ist dort zu campen, jedoch muss man sein Zelt und alles was dazugehört selbst mitbringen.

 

Alle Unterkünfte sind, kleine Holzhäuschen, die sich hinter dem Hauptgebäude befinden.

 

Wir haben uns ein Zimmer im Hostel gebucht. Jedes Hostel hat vier oder fünf Zimmer mit je vier Betten und 2 Bädern. Man hat die Möglichkeit entweder ein Bett für 15 RM zu buchen oder das komplette Zimmer für 40 RM.

Schön ist anders, aber zum Schlafen in Ordnung. Im Hostel werden dir weder Bettwäsche noch Handtücher bereitgestellt, daher solltest du daran denken, diese selbst mitzubringen! Wir hatten unsere wunderbaren Reisehandtücher sowie Schlafsäcke dabei.

 

 

Jedes Zimmer hat einen Ventilator und eine Sitzgelegenheit auf der Terrasse.

 

Man lebt hier wirklich mitten im Dschungel. Die Affen springen überall herum, die Bartschweine kommen regelmäßig zu Besuch und wie oben beschrieben, haben wir während der Nachtwanderung viele Tiere rund um die Unterkünfte entdecken können!

Aber keine Panik, im Hostel konnten wir keine Tiere finden!

 

 

Trails

 

Leider waren zu unserem Zeitpunkt ein paar Trails auf der rechten Seite des Parks gesperrt, jedoch gab es trotzdem viel zu entdecken!

 

Im Park gibt es nur einen Rundweg, alle anderen Wege sind Onewaystrecken. Bitte beachte daher die Zeit und die Kilometerangaben. Diese musst du immer verdoppeln, falls du auch wieder zurück möchtest ;-)

 

Hier haben wir unsere Map abfotografiert:

 

 

 

Wichtig!

 

Bevor du dich auf den Weg machst, überlege dir welchen Trail du laufen möchtest. Im Hauptgebäude liegt ein Buch bereit, in dem du dich vor der Wanderung mit Name, Anzahl der Personen, Trailnummer, Startzeit und Unterschrift einträgst. Du musst spätestens um 18:00 Uhr zurück sein und dich auch wieder austragen. Solltest du das nicht tun, wird nach dir gesucht. Daher solltest du von deinem geplanten Trail auch unterwegs nicht abweichen.

 

Eine große Chance, die bekannten Nasenaffen besonders gut zu entdecken, gibt es auf zwei ganz bestimmten Trails (Trail Nr. 2/3). Diese Trails enden an einem schönen Strand, an dem du viele weitere Affen beobachten kannst.

 

 

Wer sich ein bisschen im Naturpool abkühlen möchte, nutzt am besten den Trail Nr. 7. Hier haben wir Wasserschildkröten entdeckt. Wenn du den Weg noch ein bisschen weiterläufst, hast du einen tollen Strand für dich ganz alleine.

 

Du darfst zwar nicht schwimmen, da es Salzwasserkrokodile gibt, aber für eine kleine Pause ist die Umgebung perfekt.

 

Zu zwei wunderschönen Aussichtspunkten, mit Blick auf den Strand und das Meer führen diese beiden Trails Nr. 5 und 6.

 

 

 

Wir sind folgende Trails gelaufen:

Tag 1: Trail Nr. 7 – Tajor Waterfall + Tajor Beach

Tag 2: Trail Nr. 5 – T. Pandan Besar + Trail Nr. 6 – T. Pandan Kecil + Trail Nr. 3 – T. Paku

Tag 3: Abreise

 

 

Essen und Trinken im Park

 

Im Hauptgebäude, neben der Rezeption, gibt es eine Kantine. Die Kantine bietet Frühstück, Mittag- und Abendessen an. Zudem bekommst du dort auch kleine Snacks und Getränke.

Das Frühstück haben wir nicht ausprobiert, daher können wir hierüber nicht berichten. Zum Mittag- und Abendessen gibt es immer Nudeln, Reis, zwei Sorten Gemüse, Hähnchen oder Fisch. Pommes, Omlette, Wassermelone oder kleine Muffins stehen auch bereit. Die Essen variieren jeden Tag ein bisschen.

 

Man bezahlt pro Löffel, je nach Gericht ca. 2,50 RM. Ein Stück Fleisch ist mit 4,50 RM ein bisschen teurer. Eine 1,5 l Flasche Wasser kostet 4 RM.

 

Hier haben wir ein Beispiel mit Foto:

 

 

Wir fanden das Essen wirklich in Ordnung. Es ist nicht außergewöhnlich lecker, aber auch nicht wirklich schlecht. Für tagsüber haben wir uns ein bisschen Obst und Kekse aus dem Supermarkt in Kuching mitgenommen.

 

Übrigens gibt es im Hauptgebäude auch WLAN.

 

 

Rückfahrt

 

Die Boote fahren ab ca. 09:00 Uhr zurück zum Festland. Einen genauen Zeitplan gibt es allerdings nicht. Wir haben einfach unser Gepäck geschnappt und haben uns kurz vor 09:00 Uhr an den Strand, an dem wir auch ankamen, gesetzt. Es hat nicht lange gedauert, da kam auch schon das erste Boot und wir hatten eine Privatfahrt zurück zum Eingang.

Das letzte Boot fährt um ca. 15:00 Uhr.

Planst du für deinen letzten Tag noch einen Trail, beachte, dass du spätestens um 14:30 Uhr am Strand bist und du rechtzeitig ein Boot erwischst.

 

Zurück am Eingang nimmst du einfach den nächsten Bus zurück nach Kuching. Wir mussten eine Stunde warten, haben uns aber die Zeit in dem leckeren Streedfoodrestaurant auf der gegenüberliegenden Straßenseite, vertrieben.

 

 

Das wichtigste in Kürze:

 

 

Wie und wann kommst du hin?

 

  • Roter Bus Nr. 1 von Kuching

  • Abfahrt in der Straße Japan Khoi Hun Yeang

  • Der Bus fährt täglich, stündlich ab 06:00 Uhr.

 

 

Wie viel kostet der Nationalpark?

 

  • 20 RM Eintritt

  • 40 RM Bootsfahrt Hin- und Rückfahrt

  • 10 RM Nachtwanderung

  • ca. 50 RM Essen und Trinken für 1 x Mittag, 2 x Abend

 

 

Was muss ich einpacken?

 

  • Reisepass

  • Genug Geld, es gibt keinen Geldautomaten

  • Trinken und Snacks

  • Regenschutz

  • Sonnencreme, Sonnenbrille

  • Schlafsack

  • Duschhandtuch, wenn du im Hostel oder im Zelt schläfst

  • Taschen- oder Stirnlampe

  • Moskitoschutz

  • Festes Schuhwerk

  • Badesachen, wenn du im Naturpool schwimmen möchtest

  • Kleiner Tagesrucksack

  • Klamotten für abends, frisch geduscht nach den Trails

  • Duschgel, Zahnbürste, Zahnpaste

 

 

Lust auf mehr? Dann schaue dir hier unser passendes Video dazu an!

 

 

Welche Affenarten hast du schon gesehen und dich besonders beeindruckt? Schreibe uns gerne ein Kommentar! 

 

 

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