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August 18, 2018

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Similajau Nationalpark Borneo - Ganz alleine im Dschungel

28 Sep 2017

Über diese Brücke ging es rein in den Dschungel.

 

 

Rein in das Grün, ein Pfad von 10 km, auf dem wir ganz alleine unterwegs waren. Keine weiteren Besucher, Ranger oder Reisende die uns begleiteten. Rein in den Urwald vom Similajau Nationalpark auf Borneo.

 

Und dennoch war es alles andere als leise. Der Dschungel hat seine eigenen Geräusche. Auch wenn wir nicht viele Tiere gesehen haben, fühlten wir uns ständig beobachtet und wie Eindringlinge in einer fremden Welt.

Es fühlte sich an, als wäre hier seit Ewigkeiten niemand mehr gewesen, die Strände, die wir zwischendurch immer wieder betraten waren einsam und naturbelassen...

 

Der Similajau Nationalpark liegt ca. 20 km von Bintulu entfernt.

 

Der Nationalpark ist aufgrund der Nähe zum Meer, den Meeresschildkröten und Salzwasserkrokodile bekannt. Die meisten Reisenden kennen die kleine Stadt Bintulu, nördlich von Kuching gelegen, nicht einmal, denn die übliche Reiseoute verläuft von Kuching über Miri nach Kota Kinabalu.

 

Wie kamen wir also auf die Idee nach Bintulu zu reisen?

 

In unserem Hostel in Kuching hatten wir ein Prospekt mit allen Nationalparks auf Borneo gefunden. Nach ausgiebigem durchstöbern der Nationalparks, entschieden wir uns, einen Stopp in Bintulu, um den Similajau Nationalpark besuchen zu können, einzulegen.

 

Im Internet fanden wir kaum Informationen über den Park. Daher waren wir sehr gespannt was uns dort wohl erwarten wird. 

 

 

Unsere Anreise

 

Gesagt getan. Mit dem Nachtbus fuhren wir ca. 600 km in elf Stunden und kamen mehr oder weniger ausgeschlafen am Morgen des 06. September 2017 in Bintulu an.

Da wir nicht sofort in den Park wollten, blieben wir noch eine Nacht in der Stadt Bintulu. Zu sehen gibt es in der Stadt nicht wirklich etwas, daher würden wir eine Reise dorthin eher weniger empfehlen.

 

Vor Ort versuchten wir herauszufinden, wie wir am besten in den National Park kommen, jedoch konnte man uns nicht so richtig weiterhelfen. Nachdem wir herausgefunden hatten, dass es weder einen Bus noch eine Tour gibt, und die einzige Möglichkeit in den Park zu gelangen, per privater Anreise ist, entschieden wir uns dazu, am nächsten Morgen ein Grab Car zu buchen. Die Fahrt dauerte ca. 40 Minuten und kostete uns 7 €.

 

Als wir ankamen, waren wir ein bisschen verunsichert, da das Gelände menschenleer war und auch keine Autos auf dem Parkplatz standen.

 

Wir liefen zu Rezeption und konnten ein Schild mit der Aufschrift „We are open“ vorfinden, also mussten zumindest Mitarbeiter des Parks vor Ort sein.

 

Die Tür klingelte beim Öffnen und eine junge Frau kam um die Ecke und begrüßte uns freundlich.

 

Wir buchten unser Zimmer im Hostel, sie gab uns eine Karte für den Park und erklärte uns die wichtigsten Dinge. Nachdem wir uns in das Gästebuch eingetragen hatten, stellten wir fest, dass wir heute die ersten Besucher im Park waren und am Tag zuvor nur eine einzige Gruppe von vier Personen den Park besuchte.

Als wir sie fragten, ob wir die einzigen Gäste seien, grinste sie nur und sagte "ja", es werden wahrscheinlich auch keine anderen Leute mehr kommen.

 

Generell wir der Similajau Nationalpark nur von sehr wenigen Touristen besucht, nur am Wochenende ist er ein beliebtes Ausflugsziel der Einheimischen.

 

Wir wunderten uns ein bisschen, da wir so etwas wirklich noch nie erlebt hatten und die Vorstellung alleine in einem Nationalpark zu sein, doch ein wenig komisch war. Jedoch freuten wir uns auch die Umgebung zu erkunden und wollten herausfinden, warum der Park wohl nicht sonderlich beliebt ist.

 

 

Unterkunft

 

Wir bezogen unser Zimmer und packten unsere Daypacks für die kleine Wanderung. Das Zimmer war wirklich sehr viel schöner und sauberer als im Bako Nationalpark. Man hat sogar die Möglichkeit, vor der Unterkunft zu grillen.

 

Ähnlich wie im Bako National Park, gibt es verschiedene Kategorien der Unterkünfte. Privates Häuschen, Hostel oder Campingplatz stehen zu unterschiedlichen Preisen zur Verfügung. Ein Bett im Viererzimmer im Hostel kostet 3 €, das komplette Zimmer 8 €.

Die Zimmer sind mit einem Ventilator, einem eigenen Bad und Bettwäsche ausgestattet.

 

 

 

Das schöne ist, dass die Unterkünfte am Strand liegen und man dort auch die Möglichkeit hat im Meer schwimmen zu gehen.

 

 

Der Trail

 

Die Kamera war bereit und genug zu Trinken hatten wir auch dabei. Es konnte also losgehen.

 

Mit der Map gewappnet machten wir uns auf den Weg.

 

Vielleicht schreckt manche Reisende die Trekkingstrecke in diesem Park ab.

 

Es handelt sich hierbei nicht um einen Rundweg, sondern um einen Trail, der in eine Richtung verläuft. Bis zum Ende des Weges sind es 10 km. Diese 10 km muss man natürlich auch wieder auf dem gleichen Weg zurücklaufen. 

 

 
Das schöne ist, dass der Weg zwar durch den Dschungel, jedoch direkt am Meer entlangläuft. 

Von Anfang bis Ende wirst du vom Meeresrauschen begleitet und du kannst immer mal wieder, abseits vom Trail, zum Strand laufen.

 

 

Jedoch ist das Baden, aufgrund der Salzwasserkrokodile, verboten. Nach 6 und 8 km befindet sich jeweils der Turtle Beach I und II. Nach 10 km kommt man zum Golden Beach. 

 

Zu einer bestimmten Zeit legen hier Meeresschildkröten ihre Eier ab. Meistens kommen sie nur bei Nacht an Land und man braucht wirklich sehr viel Glück sie dabei beobachten zu können.

 

Der Nationalpark schützt die Meeresschildkröten und deren Eier. Bereits am Eingang findet man eine kleine Aufzuchtstation.

 

Während des Trails überquert man immer mal wieder kleine Bäche oder läuft an Tümpel vorbei, hier hielten wir natürlich immer wieder nach Krokodilen Ausschau.

Leider haben wir keins finden können :-(

 

 

Irgendwann kamen wir an einen Punkt, an dem der Weg nicht mehr weiterführte. Viele Bäume und Sträucher lagen auf dem Weg. Wahrscheinlich sind die Bäume bei einem Sturm umgeknickt und haben den Weg versperrt. Aufgrund der getrockneten Blättern, sah es so aus als würden sie schon länger dort liegen. Da war uns klar, hier ist schon länger kein Mensch mehr gelaufen.

 

 

Wir konnten auch keinen Trampelpfad außenherum entdecken. Umdrehen war für uns auch keine Option, daher liefen wir quer Feld ein durch den Dschungel, bis wir wieder auf dem richtigen Weg waren.

Diesen erkennt man übrigens durch eine rote Markierung an Bäumen. 

 

Immer mal wieder hörten wir es rascheln, knacken und zirpen. Jedoch haben wir nie ein Tier finden können.

 

 

Nach 6 km haben wir den Turtle Beach I erreicht. Glücklich am Ziel angekommen zu sein, machten wir am Strand eine kurze Pause mit Keksen und Wasser.
Der einsame Strand war sehr natürlich mit vielen Krebsen und Muscheln im Sand.

 

 

Leider fanden wir an manchen Stellen ein bisschen Müll, was uns ziemlich wunderte, da an diesem Strand wohl Meeresschildkröten zum Eier ablegen kommen. Da der Nationalpark den Schutz der Schildkröten unterstützt, sind wir davon ausgegangen, dass die Mitarbeiter auf den Strand achten, was wohl nicht der Fall ist.

 

Nach unserer kurzen Rast machten wir uns wieder auf den Rückweg. Leider haben wir weder Schildkröten, noch Krokodile entdecken können.

Wir liefen am Strand entlang, wechselten jedoch schnell wieder auf den Dschungeltrek, da der Strand an einer großen Felswand endete.

 

 

Auf dem Weg zurück, konnten wir einen größeren Waran entdecken, jedoch nicht fotografieren, da er schnell wieder verschwunden war!

 

Zudem fanden wir einen Frosch und mehrere Schmetterlinge.

 

 

Völlig am Ende und froh wieder im Camp zu sein, bestellten wir uns im Restaurant erst einmal etwas zu essen.

 

 

Die Verpflegung im Park 

 

Wir bestellten uns eine Portion Nasi und Mie Goreng für 10 RM pro Portion. Die Portionen waren groß und das Essen lecker.

Man konnte zwischen verschiedenen gebratenen Nudeln oder gebratenem Reis auswählen.

Im Restaurant kann man sich auch mit kleinen Snacks, Getränken und ein paar Hygieneartikeln eindecken.

Frühstück wird dort ebenfalls angeboten. Wir konnten einen kurzen Blick auf die Karte werfen. Es gab Eier, Bohnen, Toast oder Würstchen. Da wir dort nicht gefrühstückt haben, können wir darüber nicht berichten.

 

 

Und abends...

 

Nachdem wir frisch geduscht einen wunderschönen Sonnenuntergang am Strand genossen haben, schnappten wir uns noch einmal unsere Kamera um auf Krokodilsuche zu gehen. Inzwischen war es stockdunkel im Camp. 

 

 

Morgens an der Rezeption sagte man uns, dass man die Krokodile ab und zu bei Nacht an einem bestimmen Aussichtspunkt sehen kann.

Bootstouren bei Nacht werden im Park ebenfalls angeboten, jedoch war uns diese zu teuer (160 RM für ein Boot).

 

Wir versuchten so unser Glück.

 

Der Aussichtspunkt befindet sich an einem kleinen Holzsteg direkt am Fluss im Camp. Natürlich hatten wir unsere Stirnlampen dabei, um so nach den leuchtenden Augen von Tieren bei Nacht suchen zu können. Tatsächlich konnten wir auch Augen im Wasser erkennen, jedoch können wir nicht sagen, dass es sich hierbei um ein Krokodil handelte. Es war einfach zu weit weg…

 

Aber der Ausflug war auch nicht ganz umsonst, denn wir entdeckten eine schöne, große Eule, die wir super fotografieren konnten. 

 

 

Obwohl es in der Nacht sehr stark regnete und gewitterte, konnten wir ganz gut schlafen und buchten uns für den nächsten Morgen wieder ein Grab Car zurück zum Bintulu Busterminal.

Hier nahmen wir den nächsten Bus zurück nach Kuching. Warum wir wieder zurück fuhren, das erfährst du in einem andern Blogbeitrag...

 

Abschließend können wir sagen, dass der Park kein Highlight auf Borneo war.

Die Trekkingstrecke führt immer am Meer entlang und man hat immer wieder einen schönen Ausblick auf den Strand. Leider verläuft er immer nur gerade aus.

 

Viele Tiere konnten wir leider nicht entdecken. Aber vielleicht hast du mehr Glück!

 

Wer Lust hat ein bisschen zu schwimmen oder am Strand zu entspannen und zu grillen, ist hier genau richtig!

 

Jedoch können wir auch sagen:

Trotzdem wieder Mal eine schöne Erfahrung, die wir in einem "normalen" Urlaub vermutlich nicht gemacht hätten, da dieser Park eigentlich nicht zu den bekanntesten Nationalparks auf Borneo zählt.

 

 

Schau dir auch unseren passenden Vlog an!

 

 

Warst du auch schon einmal alleine in einem Nationalpark? Wir freuen uns über ein Kommentar!

 

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