Copyright © eine-auszeit 2018

Alle Rechte vorbehalten.

  • Pinterest Social Icon
  • Facebook Social Icon
  • YouTube Social  Icon
  • Instagram Social Icon
Please reload

Aktuelle Einträge

Unsere Neuseeland Reisetipps

August 18, 2018

1/10
Please reload

Empfohlene Einträge

Wie unser Traum von einer Weltreise wahr wurde

26 Sep 2017

Träumst du auch davon, um die Welt zu reisen, den Wind der Freiheit zu schnuppern und für eine gewisse Zeit zu tun und lassen, was du möchtest?

 

Wir möchten dich an unseren Gedanken so wie der Entwicklung teilhaben lassen, wie unser Wunsch zu einem konkreten Plan wurde und wie wir diesen letztendlich in die Tat umgesetzt haben.

 

Ich glaube der Traum auf Weltreise zu gehen, war schon immer da. Vor einigen Jahren, als Janina und ich zum ersten Mal zusammen in Thailand waren, saßen wir auf dem Deck einer Fähre neben einem jungen Mann. Dessen Flip Flops waren bereits fast durchgelaufen, die Kleidung und der Rucksack gezeichnet von vielen Abenteuern. Anders als wir, hatte er noch keine Unterkunft für die kommende Nacht. Er war wohl schon länger unterwegs und hatte bestimmt auch noch einiges vor sich. 

 

  

Damals war ich sehr davon beeindruckt und für kurze Zeit etwas traurig, dass ich die Zeit direkt nach der Schule nicht fürs Reisen genutzt hatte, wie es so viele tun. Ich war mir sicher, dass es für mich die nächsten Jahr(zehnt)e sowas erstmal nicht geben wird.

 

Zu dieser Zeit waren sowohl Janina als auch ich bereits seit einigen Jahren angestellt und mit unseren Jobs auch sehr zufrieden.

 

 

Kurz darauf hatten wir eine kleine Beziehungskrise, woraufhin ich beschloss, meine Sachen zu packen und für einige Zeit nach Australien zu reisen. Dies war nicht nur meine erste Erfahrung als Backpacker, sondern auch meine erste und bisher auch letzte Reise alleine.

 

Ich spürte die Freiheit und genoss es, jeden Tag neu entscheiden zu können, ob ich meinen Weg nach links oder rechts einschlage, oder doch noch etwas bleibe wo ich gerade bin. Auch wenn ich bereits nach drei Monaten wieder nach Hause gekommen bin – geplant waren sechs – hatte ich so richtig Bock auf Reisen, Backpacking und die Freiheit bekommen.

 

 

Nach meiner Rückkehr fing ich wieder bei meinem alten Arbeitgeber in meiner früheren Stelle an zu arbeiten und nachdem Janina und ich unsere Krise überwunden hatten, machten wir schon bald unsere Pläne für unsere gemeinsame Zukunft. Wenige Monate später zogen wir in eine größere Wohnung, Janina nahm eine neue Stelle bei meinem Arbeitgeber an und vieles war denkbar - aber keine Weltreise.

 

Als wir 2015 unsere Verlobung bekanntgaben und für das darauffolgende Jahr unsere Hochzeit planten, war eigentlich schon für Alle klar, wie es weitergehen wird…

 

Von einer Weltreise träumten wir immer Mal wieder, doch es war „klar“, dass dies lediglich ein Traum war. Irgendwann Mal, wenn wir nicht mehr arbeiten müssen und im Ruhestand sind...

 

„Wir können doch nicht…“

„So viel Geld haben wir nicht…“

„Unsere Familie…“

„Jetzt haben wir so eine schöne Wohnung…“

„Das wäre nicht gut für unsere Karriere…“

 

All das waren Gedanken, die uns hinderten, überhaupt erst darüber nachzudenken. Es war eben einfach nur ein Traum.

 

Bis wir an diesem schönen Frühlingstag, Sonntagnachmittags im April 2016 am Neckar mit unseren Fahrrädern entlangfuhren und uns an einem schönen Ufer unseren Träumen hingaben.

 

Auf einmal war es so real und greifbar. Wir malten uns aus, wie es sein würde um die Welt zu reisen ohne ein genaues Reiseziel zu haben und komplett flexibel zu sein. Nicht nach drei Wochen Urlaub wieder in den gewohnten Alltag zurück zu kehren und sich nach dem nächsten Urlaub zu sehnen.

 

Wir wurden richtig euphorisch, aber dennoch war es eigentlich erst einmal nur ein Traum. Ich für meinen Teil konnte mir zu diesem Zeitpunkt nicht mal im Entferntesten vorstellen, dass meine liebe, sicherheitsorientierte Janina alles hinter sich lassen würde, um für längere Zeit die Welt zu bereisen.

 

 

Umso erstaunter war ich am folgenden Montagmorgen, als sie mich beim Frühstuck fragte, ob ich es mit der Weltreise ernst meinte und ob ich es mir überlegt habe!?

 

Nachdem ich mich fast am Café verschluckte, wollte ich erstmal sichergehen, dass sie das eben Gesagte auch ernst meinte: Sowohl ihren Augen als auch der Mimik konnte ich die volle Entschlossenheit entnehmen.

 

 

Auf der einen Seite konnte ich es kaum fassen und hätte am liebsten sofort „Ja!!“ geschrien, auf der anderen Seite, war da doch die Vernunft, die mir sagte „Denk wenigsten nochmal darüber nach“.

 

Auch wenn ich Janina antwortete, dass ich erst noch ein- oder zweimal darüber schlafen wollte, war die Entscheidung eigentlich schon gefallen. Somit entschieden wir auch schon am nächsten Tag, dass wir unseren Traum in einen Plan umsetzen.

 

Ab da an ging alles ganz schnell. Wir machten Kassensturz, prüften unsere Finanzen, schauten wohin unser Geld jeden Monat so verschwindet, überlegten was wir mit unserer Wohnung, unseren Autos und der Arbeit machen, wann wir unsere Familie und Freunde einweihen.

 

Die Reaktion der meisten war sehr viel verständnisvoller und positiver als erwartet. Wir hätten niemals gedacht, dass wir so viel Zustimmung, Verständnis und ermunternde Worte, unseren Traum zu leben, zugesprochen bekämen.

 

Schnell stellten wir fest, dass es für alles eine Lösung gibt. Es fiel uns gar nicht schwer bestimmte Entscheidungen zu treffen. Zum Beispiel, dass wir unsere Autos verkaufen, wenn es notwendig ist. Auch in Bezug auf unsere Arbeit legten wir alle Sorgen beiseite, sollten wir nach unserer Rückkehr nicht mehr beim bisherigen Arbeitgeber anfangen können, ganz getreu dem Motto „Am Ende wird alles gut“. Wir vertrauten auf unsere Fähigkeiten und darauf, dass sich immer eine Möglichkeit ergibt.

 

Den Start unserer Reise legten wir nach einigen Überlegungen auf Juli 2017 fest, also etwas mehr als ein Jahr nach der Entscheidung. Da im Juni 2016 auch unsere Hochzeit bevorstand und wir für die Zwischenzeit auch noch zwei größere Reisen (Flitterwochen nach Peru + Bolivien sowie zu einer Hochzeit auf Mauritius) bereits geplant hatten, verging die Zeit erst Recht wie im Flug.

 

 

 

 

Aber auch in der Zeit Zuhause, wurde die Vorfreude von Tag zu Tag größer und es verging beinahe kein Tag, an dem wir keine neuen Ideen hatten.

 

„Was hältst du von Nepal?“

„Vielleicht sehen wir Haie beim Tauchen…“

„Glaubst du, wir können Paragliding ausprobieren?“

 

Wir hatten (und haben es übrigens auch noch immer ;-) ) so viel Lust Neues zu probieren und die Welt zu entdecken. Es schien keine Grenzen zu geben, alles war denkbar.

 

Wir erstellten eine Checkliste mit allen offenen Punkten und setzten uns Fristen, bis wann wir diese erledigen wollten.

 

Unser Umfeld veränderte sich, wir lasen unendlich viele Reiseblogs, Fernsehen wurde durch diverse Vlogs auf YouTube ersetzt und unseren ersten Hochzeitstag, kurz vor unserer Abreise, verbrachten wir auf dem ersten Travelfestival in Witten, umgeben von so vielen Reisenden, Gleichgesinnten und inspirierenden Menschen 💚.

 

Hintere Reihe von links nach rechts: Wir (eine Auszeit), Christian (sailing Zero), Stephan (Life in Postcards), Sara und Marco (Love & Compass), Tobi (ACME Adventure).

Untere Reihe von links nach rechts: Monique und Mika, Ania und Daniel (Geh Mal Reisen).

 


Hier konnten wir uns austauschen, unsere Vorfreude auf die Reise teilen, Tipps weitergeben und einholen, über Befürchtungen sprechen und viele neue Eindrücke gewinnen.

 

Sie alle gaben einem das Gefühl das Richtige zu tun, auf sein Herz zu hören und genau in diesem Moment zu leben.

 

Drei Tage später hatte ich meinen letzten Arbeitstag, an dem Janina mit selbst gebackenem Kuchen und Sekt zu mir ins Büro kam und wir noch ein letztes Mal vor der Abreise zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen anstießen.

Und auch wenn unsere Vorfreude auf die Reise natürlich enorm groß war, war es dennoch ein merkwürdiges Gefühl. Ich glaube, viele können sich das vielleicht nicht vorstellen, aber in diesem Moment verliert man eben doch auch ein stückweit seine Alltagsroutine.

 

Am Tag nach meinem letzten Arbeitstag räumten wir unsere persönlichen Sachen aus unserer Wohnung aus und übergaben diese an unseren Untermieter, der für ein Jahr unsere Wohnung hütet.

 

Am darauffolgenden Tag fand bereits das letzte „große Ereignis“ vor unserer Abreise statt – unsere Abschiedsparty. Hier wurde es nochmal emotional, wir lachten, tanzten, tranken und genossen einfach nochmal die Zeit in der Heimat. Es war ein grandioser Abend am Lagerfeuer mit unseren Liebsten zu Hause. 

 

Die verbleibenden zwei Wochen nutzten wir dann dazu, uns nochmal mit so vielen Leuten wie möglich zu treffen, täglich hatten wir was vor und so stand der 28. Juni – der Tag unserer Abreise – schneller vor der Tür, als wir mit dem Finger schnippen konnten.

 

 

Im Frühjahr 2016 konnte ich mir nicht im Entferntesten vorstellen, dass ich am heutigen Tag bereits seit drei Monaten auf Reisen sein könnte.

 

Eine längere Weltreise oder eine Reise zum Mond erschienen gleichermaßen unerreichbar.
 

Nachdem unsere Entscheidung im April gefallen war, fühlte sich der Start der Reise noch so unendlich fern und weit weg an.

 

Und jetzt gerade, sitze ich hier am Strand von Tioman Island in Malaysia, kann unser Glück kaum fassen und verfasse diesen Artikel, um auch dir mitzugeben:

 

Nenne deinen Traum einen Plan und du wirst sehen, wie schnell dieser in Erfüllung geht!

 

 

 

Teilen
Please reload