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Unsere Neuseeland Reisetipps

August 18, 2018

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Auf Pagoden-Suche in Bagan

2 Dec 2017

Bevor du in das Gebiet von Bagan reindarfst, zahlst du 25.000 Kyat pro Person „Eintrittsgeld". Der Bus hält auf der Strecke an einem kleinen Kassenhäuschen am Straßenrand und es wird abkassiert. Mit dem Ticket darfst du dich fünf Tage in Bagan aufhalten.

 

 

Bagan teilt sich in drei Stadtteile auf: New Bagan, Old Bagan und Nyaung U.

 

Alle drei Orte sind mit einer geteerten, gut ausgebauten Hauptstraße miteinander verbunden. Und zwischen den Orten liegt das große Pagodenfeld, auf dem sich die Pagoden in der gesamten Steppenlandschaft verteilen. Um dieses zu erkunden, leihst du dir am besten ein E-Bike (Elektroroller) aus.

Eine genauere Beschreibung der Stadtteile, zu Hotels und Restaurants findest du am Ende des Blogbeitrags.

 

Zur Orientierung empfehlen wir dir, die kostenlose App Maps.Me oder eine Offline-Karten-App auf dein Handy runterzuladen. Maps.Me kennt fast alle Pagoden mit Namen und du kannst dir bestimmte Pagoden, die du auf jeden Fall besuchen möchtest, mit einer Stecknadel speichern. So bekommst du einen ungefähren Überblick über das riesige Gebiet.

 

Auch wir haben erst einmal kurz überlegt, welche Pagoden wir uns anschauen, denn ganz ohne Orientierung ist es ein wenig schwierig.

Natürlich kannst du die ganze Vorbereitung auch weg lassen und einfach mal drauf losfahren, da entdeckt man oftmals die schönsten Schätze.


Wir haben uns für eine Mischung aus beiden Optionen entschieden. Ein paar bekannte Pagoden haben wir uns auf der Karte markiert, sind aber ansonsten einfach in der Gegend rumgefahren und haben angehalten, wo es uns gefallen hat!

 

 

Bis wir in Bagan ankamen, war es abends und wir gingen nur noch zum Essen. Zufällig trafen wir dort ein deutsches Pärchen wieder, das wir ein paar Tage zuvor beim Trekking von Kalaw zum Inle See kennengelernt hatten.

In Myanmar ist es wirklich unmöglich alleine zu reisen. Man trifft immer wieder die gleichen Leute in den verschiedenen Städten. Da fast alle die gleiche oder eine sehr ähnliche Route haben, ist es fast schon normal, immer mit den gleichen Leute unterwegs zu sein.

Was aber auch mal ganz schön ist ;-)

 

Um 04:30 Uhr klingelte unser Wecker, wir standen auf, schnappten uns unseren Rucksack und stiegen auf unser E-Bike. Der Hotelbesitzer war auch schon wach, ob er überhaupt mal schläft?

 

Wir fuhren hinaus in die Dunkelheit, die Straßen waren nicht beleuchtet. Ein paar Touris waren schon unterwegs, die sich, genau wie wir auch, auf den Weg machten, um pünktlich zum Sonnenaufgang auf einer Pagode zu sein.

Die Umgebung war unglaublich still. Die Straßen waren noch feucht vom Regen der Nacht.

 

Nach einer kurzen Strecke bogen wir von der geteerten Hauptstraße in eine Seitenstraße ein. Die Seitenstraße bestand aus Erde und Sand. Durch den Regen haben sich riesige Pfützen gebildet und der Matsch war richtig rutschig und unmöglich mit dem Roller zu durchqueren.

Wir stiegen ab und versuchten uns durch den Weg zu kämpfen. Auf der Suche nach der richtigen Pagode trafen wir noch zwei andere Reisende. Mit ihnen zusammen fanden wir unsere Sonnenaufgangspagode. Zu erkennen war diese auch daran, dass bereits ein Roller davor stand. Es ist nicht möglich auf alle Pagoden hoch zu gehen.

 

Wir haben uns für die Pagode im Shwe Nan Yin Taw Monastic Complex entschieden. Weiter unten im Text findest du noch unseren kleinen Pagodenguide.

 

Nimm dir eine Kopflampe mit, denn die Pagoden sind nicht beleuchtet und drinnen ist es stockdunkel. Du zwängst dich durch enge Gänge mit Stufen nach oben.

 

 

Die Sicht von hier aus war wirklich super und am Ende des Horizonts konnten wir schon erste helle Stellen erkennen. Wir waren nur zu sechst auf der Pagode. 

 

 

Die Ruhe in der Dunkelheit und die Stimmung auf der Pagode zum Sonnenaufgang war etwas ganz Besonderes und lässt die Zeit für einen kurzen Moment stillstehen.

 

 

Die Sonne ging langsam auf... 

...mit ihr kam leider auch der Regen zurück.

 

 

 

Es legten sich Wolken vor die Sonne und so schnell sie aufgegangen war, so schnell verschwand sie auch wieder und wurde von dem Dunst der Wolken verschluckt.

Leider sahen wir auch keine Heißluftballons aufsteigen. Diese dürfen bei Regen nämlich nicht starten.

 

Ein wenig enttäuscht machten wir uns auf den Rückweg in unser Hotel. Wir frühstückten, richteten unsere Sachen für den Tag und machten uns ein wenig später, als es wieder aufhörte zu regnen, noch einmal auf den Weg um Bagan bei Tageslicht zu erkunden.

 

 

Wir fuhren einfach mal los und hielten an wo es uns gefiel. Pagoden findest du überall im ganzen Gebiet. Manche sind unscheinbar, kleiner und nicht direkt von der Straße einsehbar, manche ragen groß und hoch mitten in der Natur heraus, andere sind ein wenig zerstört oder werden gerade restauriert.

 

Es befinden sich über 2.000 Pagoden in Bagan, früher waren es sogar mal über 10.000. Leider wurden einige Pagoden mit der Zeit durch Naturkatastrophen zerstört, sind abgetragen oder zerfallen. Einige Tempel werden wieder aufgebaut oder restauriert und  sind umrundet von einem Gerüst. 

Die Pagoden kosten keinen Eintritt, du hast schließlich auch schon beim Betreten des Gebiets bezahlt.

 

Und dann bogen wir wieder von der Hauptstraße in das Feld ein und standen vor unserer ersten Sonnenaufgangspagode, die wir nun im Tageslicht, bei strahlendem Sonnenschein, bestaunen konnten!

Das war schon der Hammer! Die Farben waren unglaublich! Die braunen Ziegel, aus denen die meisten Pagoden in Bagan gebaut wurden, der blaue Himmel, die weißen Wolken und die grünen Bäume außenherum. Ein unglaubliches Farbenspiel!

 

 

Auf manche Pagoden kannst du zwar nicht oben drauf gehen, jedoch kannst du sie betreten. Drinnen befindet sich eigentlich immer ein großer Buddha und im kühlen Inneren bieten Künstler ihre Gemälde, Schmuck und Souvenirs an.

 

 

Du merkst genau, bei welcher Pagode es sich um ein absolutes Touristenhighlight handelt. Bei den meisten, bekannteren Pagoden haben sich mittlerweile, (LEIDER) einige Verkaufs- und Essensstände angesiedelt.

Wir denken das zerstört eher das Bild, als dass es den Leuten gefällt. Es passt unserer Meinung nicht ganz in diese besondere Atmosphäre dieser Pagoden. 

 

Bitte beachte die gegebenen Verhaltensregeln in den Pagoden. Trotz dessen, dass nicht alle als Gebetsstätte genutzt werden, solltest du der Religion und Kultur weiterhin den nötigen Respekt entgegenbringen.

Achte darauf, dass deine Schultern und Knie bedeckt sind. Als Frau kannst du während dem Roller fahren trotzdem kurze Hose und T-Shirt tragen. Nimm dir einen Sarong mit, den kannst du dir vor dem Betreten der Pagode immer umbinden. Schuhe und Strümpfe sind verboten, die Pagoden dürfen nur barfüßig besucht werden. Ziehe am besten Flip Flops an, die kannst du schnell an- und ausziehen.

Buddhafiguren dürfen nicht angeblitzt werden. Trete niemals zwischen Betende und einen Buddha. 

 

 

Passend zu unserer Mittagspause fing es an zu regnen. Wir suchten uns gerade noch rechtzeitig ein Restaurant in dem wir lecker aßen und warteten, bis der Regenschauer vorüber war.

Lustig war, dass wir in diesem Restaurant einen Reisenden trafen, den wir bereits in Malaysia beim Tauchen kennengelernt hatten.

 

Nach dem Regen besuchten wir den Ananda Pathos Tempel, der direkt neben dem Restaurant lag. Durch den Regen war der komplette Platz um den Tempel überflutet worden. Die kurzen Regenschauer haben es wirklich in sich.

 

 

Den Kindern machte es umso mehr Spaß in der riesigen Pfütze zu spielen.

 

 

Weiter ging unsere Pagoden-Tour quer durch Bagan.

 

 
Uns gefallen die alten, aus Ziegel gebauten Pagoden viel besser, als die glänzenden, goldenen und "modernen" Pagoden.

Vor Ort war es am schönsten, entweder die Pagoden von weiter weg anzuschauen und sie in voller Pracht mit der Natur drumherum zu sehen oder von oben auf das Pagodenfeld hinunter zu blicken.

 

 

Der Regen war zwar mittlerweile vorbei, aber die Pfützen, die er auf den Matschwegen zwischen den Pagoden hinterließ, waren immer noch da. Vor uns war der komplette Weg überschwemmt und es gab keinen anderen Weg um zu ganz bestimmten Pagoden zu kommen. Wir stoppten und überlegten ob wir durch fahren sollten, entschieden uns dann aber lieber dagegen. Bis hinter uns eine Gruppe Asiaten auftauchte und locker mit lachenden Gesichtern und nach oben gestreckten Füßen durch die riesigen Pfützen fuhren. Das konnten wir auch, also hinterher. Und tatsächlich war es gar nicht so schwer und machte ziemlich viel Spaß. Aber der Gedanke "hoffentlich bleiben wir nicht stecken oder fallen um" blieb da.

 

Langsam wurde es Zeit sich auf den Weg zu unserer Sonnenuntergangspagode zu machen.

 

Hierfür hatten wir uns eine Pagode auf der Karte markiert. Wir verließen uns auf die Navigation von Maps.Me und fuhren einen Trampelpfad entlang. Nicht weiter schlimm, bis der Trampelpfad im Feld endete und wir komplett im Wasser versanken, samt Roller.

 

Unsere FlipFlops wurden von dem tiefen Matsch eingesaugt und es kostet Kraft sie da wieder rauszuziehen. Man glaubt nicht wie klebrig dieser Matsch war. Ich war mittlerweile abgestiegen und versuchte irgendwie zu Fuß weiter zu kommen. Jedoch stellte sich heraus, dass der Weg nicht besser wurde und sogar komplett aufhörte.

 

 

Die Pagode zu der wir fahren wollten war gar nicht weit von uns entfernt, wir konnten sie vor uns sehen aber es war unmöglich, sich einen Weg dorthin zu bahnen! Es war kurz vor Sonnenuntergang und es hatten sich schon ein paar Menschen auf der Pagode die besten Plätze gesichert. Wir fragten uns immer wieder, wie sie zur Pagode gekommen sind und wollten gar nicht wissen, wie sehr sie gerade über uns lachten!

Wir mussten umdrehen!

Der Roller hatte sich allerdings festgefahren und wir konnten ihn kein Stück bewegen. Wir dachten wirklich wir müssten das Hotel anrufen und den Roller zurück lassen. Irgendwie schafften wir es am Ende doch aus dem Wasserloch und mussten uns erst einmal kurz sammeln.

 

 

Wir fuhren die Hauptstraße entlang und wollten uns schon eine andere Pagode zum Sonnenuntergang suchen bis es auf einmal rechts in einen Feldweg führte. Der Weg war nicht überflutet, einigermaßen gut ausgebaut und führte direkt zu unserer Wunschpagode. Warum haben wir den Weg nicht gleich genommen?!

 

Angekommen kletterten wir die sehr steilen Stufen hinauf und schauten uns den Sonnenuntergang an. Auch diesmal zog ein Gewitter vor die Sonne und wir konnten den Ausblick leider nicht sehr lange genießen.

 

 

Nach dem Abendessen machten wir uns auf den Rückweg zu unserem Hotel und zerbrachen uns die ganze Zeit den Kopf darüber, wie wir den Roller noch sauber machen konnten oder was die Besitzer wohl zu diesem schlammüberzogenen Roller sagen würden! Er sah wirkich übel aus und durch den ganzen Dreck und Schlamm gingen die Bremsen auch nicht mehr richtig.

 

Auf unserem Rückweg versperrte uns dann auch noch eine Kuhherde den Weg :-D

 

 

Angekommen, sagten die Besitzer kein Wort, nahmen den Roller entgegen und als wir am nächsten Tag rauskamen, stand der Roller blitzblank geputzt an seinem Platz. Glück gehabt!

 

Am nächsten Morgen hieß es wieder früh aufstehen! Gleiche Zeit, gleicher Ablauf, nur dass wir uns diesmal keinen Roller schnappten, sondern von einem Minibus abgeholt wurden. Wir hatten eine Ballonfahrt zum Sonnenaufgang gebucht. Wir freuten uns wirklich riesig, wobei wir auch ein bisschen zweifelten, denn bisher sind noch keine Ballons im Oktober gestartet. Es blieb spannend! Marco sagte, heute wäre unser Glückstag, entweder wir fliegen gleich mit einem Heißluftballon oder wir sind um 600 € reicher. Wie recht er doch hatte ;-)

Die Ballonagenturen erstatten dir das komplette Geld zurück, wenn die Ballons nicht starten können. Du hast auch die Möglichkeit die Ballonfahrt auf einen anderen Tag zu verschieben, sollte noch ein Platz frei und du noch vor Ort sein.

 

Wir fuhren ein ganzes Stück, holten immer wieder Personen im Hotel ab und stoppten. Die Tür ging auf und der Pilot streckte seinen Kopf in den Wagen. Jetzt wurde entschieden was passierte. Er sagte „Sorry guys, bad news“! Okay, es war klar, wir würden nicht fliegen, und so war es auch. Leider wurden die Ballonfahrten auch an diesem Morgen aufgrund des schlechten Wetters abgesagt. Es war wirklich sehr 

schade :-( Aber Sicherheit geht natürlich vor!

 

Zurück im Hotel, legten wir uns nochmal schlafen. Nach dem Frühstück buchten wir uns für den gleichen Tag noch einen Bus in die nächste Stadt.

 

Bagan ist wirklich wunderschön und es gibt viel zu sehen! 

Uns reichte ein Tag jedoch um das Pagodenfeld zu erkunden. Leider waren die Wettervorhersagen für die nächsten Tage auch nicht besser gemeldet und wir verließen Bagan um die Mittagszeit um weiter nach Mandalay zu fahren.

 

 

Hier kommst du zu unserem passenden Vlog aus Bagan!

 

 

Unser kleiner Pagodenguide

 

The Gyar Pone Phaya - Hat uns am besten gefallen:

 

 

 

Htilominlo-Tempel - Von hier war das Farbenspiel am Himmel beeindrucken:

 

 

Tipp: Wenn du aus der Pagode rausgehst und einen kleinen Wegen an den Souvenirständen vorbei läufst, kannst du eine kleinere Pagode besteigen von der du eine super Blick hast. Von hier ist auch dieses Foto aufgenommen.

 

 

Dahmmayangyi-Tempel - Die größte Pagode, die wir gesehen haben:
 

 

 

Sulamani-Tempel - Die Pagode mit den meisten Bauarbeiten:
 
 
 

Gawdawpalin Tempel - Von hier hatte man die schönste Aussicht:

 

 

 

 

Ananda Tempel - Beeindruckend mit der goldenen Spitze:

 

 

 

Shwezigon-Pagode - Hier findest du eine besondere Pfütze:
 

 

 

Tipp: Hier befindet sich eine kleine Pfütze die umzäunt ist, in der du die Spiegelung der Spitze der Pagode fotografieren kannst.

 

 
 

Pagode zum Sonnenauf- und Untergang

 

 

Bulethi Pagode

 

 

 

Die wohl bekannteste: Shwe San Daw Phaya

 

Leider haben wir von dieser Pagode kein Foto gemacht, wir waren aber auch nicht oben drauf oder dort. Von dieser Pagode soll man wohl den schönsten Blick zum Sonnenaufgang- und Untergang haben. Die Pagode ist allerdings sehr überlaufen und kostet 5 $ Eintritt pro Person.

 

 

Pagode zum Sonnenaufgang

 

Shwe Nan Yin Taw Monastic Complex

 

 

 

 

Wo übernachten?

 

Wir würden dir empfehlen in Nyaung U zu übernachten. Hier gibt es die meisten günstigen Unterkünfte und sehr gute Restaurants. Der Busbahnhof von Bagan ist ebenfalls in Nyaung U.

 

Neu Bagan ist neben Nyaung U auch etwas günstiger, jedoch weit weg von den meisten Pagoden.
 

Alt Bagan ist etwas exklusiver mit tollen Hotelanlagen, die allerdings auch ihren Preis haben. Einige Pagoden sind fußläufig zu erreichen.

 

 

Restaurantempfehlung

 

Weather Spoon's Bagan Restaurant and Bar: Dort haben wir einen super leckeren Burger und selbstgemachte Pommes gegessen.

 

Be Kind to Animals The Moon: Dort gibt es leckere, regionale Küche zu günstigen Preisen. Das Restaurant ist sehr gemütlich zum Sitzen.

 

Leo Restaurant: Hier gibt es einheimische und thailändische Leckereien. Die Preise sind in Ordnung.

 

 

Was kostet 💰 eine Reise durch Myanmar? 

Alle Infos und Tipps zu unserer Route 👣, unseren Unterkünften 🛏️, unseren Highlights 👍 und vieles mehr hier!

 

 

Welche Pagode gefällt dir am Besten? Schreibe uns gerne ein Kommentar!
 
 

 

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