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Unsere Neuseeland Reisetipps

August 18, 2018

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Salkantay Trek nach Machu Picchu

8 May 2017

Als Alternative zum berühmten Inka Trail nach Machu Picchu können wir euch ganz besonders den sogenannten Salkantay Trek empfehlen!

 

Ein Erlebnis, der ganz besonderen Art. Vor allem, wenn man als Honeymooner in den Flitterwochen unterwegs ist.

 

Im Juni 2016 ging es kaum 24h Stunden nach Ende unserer Hochzeitsfeier in die Flitterwochen nach Südamerika. 

 

Als die bekannteste Sehenswürdigkeit Perus durfte Machu Picchu natürlich auf keinen Fall fehlen. Bei unendlich langen Recherchen stießen wir nicht nur auf den berühmten Inka Trail, sondern auch auf einige interessante Alternativen. 

 

Letztendlich entschieden wir uns für den Salkantay Trek aus folgenden Gründen: angeblich landschaftlich attraktiver, nicht so ausgetrampelt, über die Hälfte günstiger und mehr Abwechslung. Wir haben es nicht bereut!

 

Da wir für unsere Reise insgesamt nur drei Wochen Zeit hatten und wir diese Tour auf jeden Fall machen wollten, versuchten wir diese vorab von Deutschland aus zu buchen. Die Preise die wir in vielen Reiseberichten und Blogs lasen (230-280 $ für 5 Tage / 4 Nächte p. P. inkl. Machu Picchu), konnten wir bei keinem den Onlineangebote finden. Bei den meisten ging es ab etwa 400 $ los.

Da der Ausgangsort der Tour Cusco ist, und man hier zum Akklimatisieren ohnehin 2-3 Tage verbringen sollte, buchten wir uns hier ein Hostel. Dorthin schrieben wir dann eine Mail, ob man uns eine Tour bereits vorab vermitteln könnte und siehe da: wir bekamen sofort ein sehr ausführliches Angebot über 240 $ pro Person, welches wir sofort annahmen :-) 

Wir sollten vorab als Anzahlung 180 $ mit Western Union verschicken, was wir nach anfänglicher Skepsis taten.

 

Nach zwei Nächten im wunderschönen Ort Cusco auf 3.500 m Höhe ging es dann also früh morgens um 4 Uhr mit einem Reisebus in drei Stunden an den Startpunkt der Wanderung auf 2.900 m herab.

 

Schon bei der ersten Trinkpause wurden wir mit einer fantastischen Aussicht belohnt, die uns die Anstrengung direkt vergessen ließ.

 

 

Die Sonne schien und hierdurch war es trotz des südamerikanischen Winters recht warm, sobald man jedoch durch den Schatten lief wurde es spürbar kälter. Und so ging es immer wieder zwischen Pulli an, Pulli aus, Reißverschluss auf, Reißverschluss zu hin und her.

 

Wir liefen vorbei an Bächen...

 

 

...sowie an Kühen...

 

 

...und genossen die Aussicht auf die Gletscher der umliegenden Berge.

 

 

 

Am ersten Tag ging es bis zu unserem Nachtlager auf 3.900 m hinauf, wir legten an diesem Tag also 1.000 m Höhenmeter zurück.

 

 

Unser Gepäck und unsere Zelte waren bereits vor uns da und so standen schon fast alle Zelte vor unserer Ankunft und warteten auf unseren Einzug für die erste Nacht.

 

Im Vorfeld auf die Reise stießen wir natürlich immer wieder auf den Hinweis, dass einen ab 2.500 m Höhenmeter die Höhenkrankheit erwischen kann, was ich immer sehr belächelte. Ich ging fest davon aus, dass ich diese bei dieser - nach meiner Ansicht geringen Höhe - nicht bekommen könnte. Ich war davon überzeugt, dass es sich bei der Höhenkrankheit, ähnlich wie bei der Seekrankheit um Einbildung handeln muss.

 

Nun, bei Janina ging es noch, aber bei mir war es an diesem Abend bereits so schlecht, dass ich das Abendessen ausfallen ließ und mich direkt ins Zelt zum Schlafen legte. Vom Guide sowie einigen mitreisenden Ärzten bekam ich mehrere Liter Koka-Tee, sowie IBU-Profen 1000 verabreicht, was meine unfassbar starken Kopfschmerzen lindern sollte. 

 

Wie bereits vorher angekündigt, wurde dies die kälteste Nacht während des Trips, mit Temperaturen zwischen -5 und -10 Grad Celsius und das ganze auch noch im Zelt. Da unsere Schlafsäcke für diesen Bereich nicht unbedingt ausgelegt sind, schliefen wir mit Jacken, Mützen und Handschuhen und natürlich ganz dicht aneinander, nur so war es einigermaßen erträglich. Happy Honeymoon :-)

 

Noch vor Sonnenaufgang wurden wir mit Koka-Tee zum Frühstück geweckt und meine Symptome waren tatsächlich weg.

 

 

Somit konnte ich glücklicherweise darauf verzichten, für diesen Tag ein Pferd zu nehmen und die Etappe zum höchsten Punkt unseres Treks weiter zu Fuß zurücklegen.

 

Der Vormittag machte richtig Spaß, das Wetter war toll und im Gegensatz zur Nacht war es von der Temperatur wieder angenehm.

 

 

 

Je höher wir kamen, desto schlimmer wurden auch wieder die Symptome und diesmal blieb auch Janina nicht verschont. Zu den Kopfschmerzen vom Vormittag kam nun auch noch Übelkeit hinzu. Die fantastischen Ausblicke trösteten hierüber immer wieder kurz hinweg.

 

 

 

 

 

Beim Abstieg freuten wir uns unfassbar auf das Mittagessen und erwarteten eigentlich nichtmal eine große Mahlzeit. Es gab jedoch ein drei Gänge Menü (wie übrigens jeden Mittag und Abend!) und es war die wohl beste Suppe meines ganzen Lebens! So ausgelaugt, ohne Energie und erschöpft von der Höhe verschwand mit dem Essen auch die Übelkeit. Gegen die Kopfschmerzen wurde wieder eine IBU-Profen nachgelegt und so verschwanden auch diese und dem verbleibenden Walk bergab am Mittag stand nichts mehr im Weg.

 

Ganz beeindruckend bereits am zweiten Tag war, wie sehr sich die Landschaft in verschiedenen Höhenlagen wandelte. Von schroffen Wegen, zu saftig grünen Feldern, der Blick auf die schneebedeckten Berge und zwischendurch kleine Seen.

 

Die zweite Nacht verbrachten wir deutlich tiefer auf unter 3.000 m  und so waren weder die Höhe, noch die nächtliche Temperatur ein Problem. Auf diesem Campingplatz gab es sogar - entgegen der Ankündigung vorab - eine Dusche die jeder gegen eine Gebühr von etwa 2 $ für sieben Minuten nutzen durfte. Man gönnt sich ja sonst nichts...

 

Am dritten Morgen ging es, frisch gestärkt mit Pancakes zum Frühstück wieder in eine komplett andere Landschaft. Mittlerweile gab es wieder Bäume und so liefen wir durch eine Art Dschungel vorbei an vielen verschiedenen, exotischen Pflanzen, Avocadobäumen, durch Kaffeeplantagen und vorbei an Kindern die fernab der Zivilisation Passionsfrüchte zu 10 Cent das Stück verkauften.

 

 

 

 

 

Teilweise waren die Wege unbefestigt und nah am Abgrund gebaut...

 

 

An diesem Tag liefen wir wieder durch eine komplett andere Landschaft und hatten insgesamt nur knapp 15 km in relativ geringer Höhe zurückzulegen. Somit empfanden wir diesen Tag als recht angenehm und erholsam. Am Abend hatten wir sogar noch die Möglichkeit, in heißen Quellen baden zu gehen. Auch wenn es hier sehr voll war, war es doch sehr schön.

 

 

Beim Abendessen wurde dann mitgeteilt, dass man am nächsten Vormittag gegen Aufpreis Ziplining machen könnte. Nach der Aktivität würde man von einem Minibus direkt bis nach Hidroelectrica gebracht werden, von wo aus man noch drei Stunden an den Gleisen entlang bis nach Aguas Calientes laufen muss, von wo aus der Aufstieg zu Machu Picchu stattfinden würde.

 

Wir waren von den Bildern begeistert und auch wenn wir eigentlich sämtliche Strecken laufen wollten buchten wir uns hierfür ein. Der Preis lag bei 25 $ pro Person.

 

Es gab insgesamt fünf Ziplines, die höchste 300 m über dem Boden und die längste 1 km lang, sowie eine Hängebrücke.

 

 

Hierzwischen lagen die verschiedenen Ziplines:

 

 

Zur Mittagspause wurde wir dann in Hidroelectrica abgeliefert, wo wir den Rest unserer Gruppe wieder trafen. Von hier aus liefen wir noch einige Stunden entlang der Zugschienen bis nach Aguas Calientes. Heute gab es zwar fast keine Steigung, jedoch hatten wir auf diesem Streckenabschnitt keine Mulis und keine Träger mehr, so dass wir sämtliches Gepäck selbst tragen mussten.

 

 

 

 

Aguas Calientes liegt am Fuße des Berges von Machu Picchu und ist somit das Eintrittstor. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass es sich hierbei um den absoluten Touriort schlechthin handelt, mit völlig überzogenen Preisen, aber das muss eben sein. Hier schliefen wir in einem Doppelzimmer in einem Hostel, das auch bereits in den Kosten der Tour inbegriffen war. Abends war ein Essen in einem örtlichen Restaurant inbegriffen, was meines Erachtens nach wesentlich schlechter war, als das Essen das uns die Köche der Tour die ganzen Tage zuvor zauberten.

 

An diesem Abend ging es früh ins Bett. Da sich Janina erkältet hatte und der Aufstieg eine Stunde dauern sollte und sehr sehr anstrengend sein sollte, entschied sie sich, am nächsten Morgen den Bus nach oben zu nehmen.

Ich verließ mit den anderen um kurz nach 4 Uhr morgens das Hostel und wir warteten ab 04.30 Uhr, dass die Brücke über den Fluss öffnete, so dass wir den Aufstieg starten konnten. Pünktlich um 5 Uhr, zwischenzeitlich mit einer ewig langen Schlange hinter uns, öffnete die Pforte und wir liefen los. Anfangs in einer dichten Menschenmenge, drückten wir uns die teils hohen, teils flachen Stufen, durch den stockfinsteren Wald, mit Stirnlampe bewaffnet nach oben. Nach spätestens zehn Minuten lief ich komplett alleine, da viele Leute entweder weit vor, oder weit hinter mir liefen. Der Weg zog sich ewig und war wirklich extrem anstrengend.

Nach 45 Minuten erreichte ich den Eingang zu Machu Picchu, der allerdings erst um 6 Uhr öffnete. Als ich ankam, waren in etwa bereits zwanzig Leute vor mir in der Schlange. Bis Janina ca. 10 Minuten später mit dem Bus ankam waren bereits Hunderte hinter mir. Die Reisebusse kamen im Minutentakt an und auch weitere Läufer kamen hoch. Janina kam zu mir nach vorne und wir waren mit die ersten, die diesen mysteriösen Ort an diesem Morgen betraten.

 

Auch drin hieß es erstmal wieder Treppensteigen. Es war extrem neblig an diesem Morgen und so konnten wir keine 20 Meter geradeaus sehen. So kam es, dass wir am berühmten Aussichtspunkt geradezu vorbei liefen und in etwa eine weitere halbe Stunde bis zum Sonnentor mit Weiteren aus unserer Gruppe aufstiegen. Wir waren alle etwas verwundert, wo wir denn jetzt den bekannten Teil der Ruinen sehen könnten und waren alle sehr beeindruckt von der unfassbaren Größe des Geländes.

 

 

Als sich die Wolken etwas lichteten stellten wir dann fest, dass wir viel zu weit gelaufen waren und gingen wieder herab.

 

Und hier lagen sie dann vor uns, die Ruinen von Machu Picchu.

 

 

 

Wir hatten es geschafft!

Diese Bilder hatten wir schon so oft gesehen und doch waren wir von der Schönheit völlig beeindruckt. Es hatte sich definitiv gelohnt. Wir verbrachten fast den ganzen Tag hier oben, nahmen an einer Tour teil, um mehr über die Kultur der Inkas zu erfahren, liefen nochmals zum Sonnentor hinauf und stiegen am Ende des Tages gemeinsam die Stufen hinab.

 

 

 

 

Der Weg ist das Ziel!

 

Nicht nur Machu Picchu, sondern die gesamte Route war wirklich einzigartig! Wir sind froh, es genau so unternommen zu haben, konnten tolle Menschen kennen lernen, wunderschöne Landschaften sehen und sind über unsere eigene Grenzen hinausgegangen.

 

 

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